Architektur
Die Burg von Morella ist eine Festung auf dem Hügel über der Ortschaft Morella in der Region Els Ports in der Provinz Castellón, deren Ursprünge bis ins dritte Jahrtausend v. Chr. zurückreichen. Der Hügel, auf dem sie steht, war bereits von Iberern und Römern befestigt und bewohnt, bevor die Almoraviden und Almohaden ihr den Charakter einer uneinnehmbaren Burg verliehen. Es waren gerade die Almohaden, die Morella ab 1175 zu einer beständigen Stadt machten, deren Bevölkerung sich hauptsächlich der Viehzucht und dem Handel widmete und dabei die günstige Lage als Durchgangsort zwischen dem Landesinneren und der Küste nutzte.
Die endgültige christliche Eroberung erfolgte durch Blasco de Alagón im Herbst 1232; er war es, der im folgenden Jahr die Stadtcharta verlieh und die Herrschaft bis zu seinem Tod im Jahr 1250 innehatte, dem Zeitpunkt, zu dem Morella und seine Ländereien an die Krone von Aragon übergingen. Zuvor war die Burg maurischen Ursprungs zweimal von El Cid erobert worden, bevor er Valencia stürmte. Im 15. Jahrhundert wurden an den am stärksten verfallenen Teilen Renovierungsarbeiten durchgeführt und Gefängnisse eingerichtet, in denen Persönlichkeiten wie die Gräfin von Urgell und der Prinz von Viana untergebracht waren.
Die Burg erhebt sich auf dem unregelmäßigsten Teil des Felshügels in 1.072 Metern Höhe und überragt die Ortschaft sowie die umliegende Berglandschaft. Sie wurde 1931 zum kunsthistorischen Denkmal erklärt, eine Kategorie, die heute dem Status eines Kulturguts (BIC) entspricht. Die Festung war eine der wichtigsten Verteidigungsanlagen im westlichen Mittelmeerraum und ist ein materielles Zeugnis für den Wandel zahlreicher Zivilisationen im Laufe der Geschichte.