Natur
Die Höhlen von Sant Josep beherbergen den längsten befahrbaren unterirdischen Fluss Europas mit einer Gesamtlänge von 2.750 Metern, von denen 800 Meter als Besichtigungsstrecke dienen. Sie befinden sich in der Gemeinde Vall d'Uixó, am Eingang zum Naturpark Sierra de Espadán. Die Tour erfolgt mit dem Boot durch Stollen und Seen, in denen das Wasser die Felsen über Jahrtausende hinweg geformt hat. Sie stellen zudem die längste Höhlenanlage in der Provinz Castellón und die zweitlängste in der gesamten Region Valencia dar.
Die Anwesenheit des Menschen in der Gegend von Sant Josep ist seit dem Jungpaläolithikum vor etwa 17.000 Jahren belegt, als Menschengruppen, die die Höhlen der Umgebung bewohnten, das Süßwasser des unterirdischen Flusses nutzten. Die in der Gegend gefundenen archäologischen Fundstätten bestätigen diese kontinuierliche Besiedlung, und es gibt Belege dafür, dass die Höhlen bereits zur Zeit der Iberer bekannt waren. Die Gegend diente historisch gesehen als Wasserversorgungsort, und die Stadtverwaltung gab sogar Studien in Auftrag, um die Nutzung des Wasserflusses sowohl für den Verbrauch als auch für die Bewässerung der Felder zu verbessern.
Die Coves de Sant Josep, die im Jahr 2000 zum kunsthistorischen Denkmal erklärt wurden, sind eine Karsthöhle, die sich im Laufe von Jahrtausenden durch die Einwirkung von Wasser auf den Kalkstein gebildet hat. Der Ort ist zudem ein traditioneller Erholungsraum für die lokale Bevölkerung, eine Funktion, die mit seinem Status als Natur- und Kulturerbe von höchster Bedeutung in der Provinz Castellón einhergeht.